Umsetzungsstrategien

Das Ziel, die Bildungsbasis aller SchülerInnen zu verbreitern, soll durch individualisierenden Unterricht, also das konkrete Eingehen auf jedes einzelne Kind, erreicht werden. So steht das bessere Ausschöpfen aller Begabungspotentiale im Mittelpunkt aller Bemühungen.

Die Niederösterreichischen Mittelschulen streben eine deutliche Veränderung ihres Unterrichts gegenüber dem traditionellen Schulwesen an. Im Mittelpunkt der Unterrichtsarbeit sollen nicht Lehren und Selektion, sondern Lernen und Lernzuwachs stehen. In diesem Sinne bilden Forderung und Förderung die wesentlichen Bestandteile des Mittelschule.

Forderung meint die Kinder in ihren Begabungen bestmöglich und individuell zu fördern.

Förderung heißt den Kindern genügend Zeit und Unterstützung zu geben, um Lerninhalte im eigenen Lerntempo erfassen zu können.

Ein weiterer wesentlicher Entwicklungsansatz der Niederösterreichischen Mittelschule ist ein aktives Nahtstellenkonzept. Hierfür unterrichten LehrerInnen der Mittelschulen gemeinsam mit den VolksschullehrerInnen in der 4. Klasse Volksschule (Zubringerschulen), ebenso wie mit LehrerInnen im Oberstufenbereich (Partnerschulen). Es wird stark auf Schulautonomie und Standortkonzepte gesetzt. An den einzelnen Standorten sind folgende Punkte umzusetzen:

  • Schülerzentriertes Arbeiten als wichtiger Unterrichtsgrundsatz
  • Projektorientierter Unterricht
  • Angebot an Wahlmöglichkeiten und Kurssystemen (vor allem unter dem Aspekt der Begabungsförderung und auch schulstufen- oder schulübergreifend)
  • Aufbau von Förder- und Stützsystemen
  • Zweilehrersysteme, vor allem in größeren Klassen und in den Schularbeitsfächern (D, E, M).
  • Neue Zeitstrukturen der Unterrichtsorganisation
  • Bildung von kleinen, überschaubaren LehrerInnenteams

Sämtliche hier genannte Informationen sind auch dem  ”Modellplan Niederösterreich” zu entnehmen.